Elektrodenschweissen

Das Lichtbogenhandschweißen gehört zu den Metall-Lichtbogenverfahren

Beschreibung des Verfahrens

Das Lichtbogenhandschweißen gehört zu den Metall-Lichtbogenverfahren. Kennzeichnend ist, dass ein Lichtbogen zwischen einer manuell geführten Stabelektrode und dem Werkstück brennt. Die Stabelektrode ist mit einer Umhüllung versehen und schmilzt während des Schweißprozesses ab. Somit ist sie gleichzeitig Elektrode und Zusatzwerkstoff. Die Umhüllung setzt während des Schweißprozesses Gase und Schlacke frei, die sich schützend über das Schmelzbad legen. Auch der Lichtbogen und die Elektrode selbst werden gegenüber atmosphärischen Einflüssen abgeschirmt. Die kleinste Blechdicke liegt bei ca. 1,5 mm, während eine Dickenbegrenzung nach oben nicht besteht, in der Praxis jedoch bei etwa 100 mm liegt. Bei größeren Wandstärken wird mit der Mehrlagentechnik gearbeitet. Die durchschnittliche Abschmelzleistung liegt bei ca. 3kg/h

Vorteile des Verfahrens

  1. gute Schutzwirkung des Schmelzbades ohne besondere Maßnahmen erreichbar (Schweißen im Freien möglich)
  2. Es gibt fast keinen Werkstoff, für den keine Stabelektroden erhältlich sind. (alle schweißgeeigneten Stahlwerkstoffe, Stahlguss, Nickel- und Nickelbasislegierungen sowie Kupfer- und Aluminiumwerkstoffe; bedingte Eignung für Gusseisen.)
  3. Das Verfahren ist je nach Elektrodentyp in alle Schweißpositionen einsetzbar (Gute Zwangslageneignung.)
  • Samstag, 25 März 2017 16:53

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